Tag der offenen Tür 2011

«Chile im Dorf: Mut für heute – Hoffnung für morgen.» Unter diesem Motto lud vergangenen Sonntag die Freikirche Evangelische Gemeinde Muri (EGM) die Dorfbevölkerung von Muri und Umgebung zum Tag der offenen Tür ein ...

Mut für heute – Hoffnung für morgen

«Chile im Dorf: Mut für heute – Hoffnung für morgen.» Unter diesem Motto lud vergangenen Sonntag die Freikirche Evangelische Gemeinde Muri (EGM) die Dorfbevölkerung von Muri und Umgebung zum Tag der offenen Tür ein. Anlass für diesen Festtag war die Einweihung der neuen Räumlichkeiten der EGM, die nach längerer Umbauphase in der Fremo Anfang August bezogen werden durften.

Die Wanderschaft begann im März 1998

Nebst den Ehrengästen Heinz Strupler und Jörg Schori waren unter den zahlreichen Gästen auch die örtlichen Kirchenvertreter eingeladen. Auf sympathische und kreative Weise führte Thomas Bühlmann die Anwesenden durch den Festgottesdienst, wobei er das Unterwegssein der EGM mit dem Volk Israel verglich.

Als Teil der Evangelischen Gemeinde Bremgarten begann die Wanderschaft der EGM, als sie sich am 22. März 1998 von Bremgarten nach Muri aufmachte, um ihren ersten Gottesdienst im Altersheim St. Martin zu feiern. Der Grund für den damaligen Auszug waren die zu klein gewordenen Räumlichkeiten in Bremgarten. Während der ersten drei Jahre konnten im Altersheim St. Martin Räume für die sonntäglichen Gottesdienste gemietet werden. Nach dieser Pionierphase ging die Wanderschaft weiter in die Lokalitäten der alten Robatech an der Weyermühlestrasse, wo sich die junge Freikirche für fünf Jahre niederliess, worauf sie für weitere fünf Jahre in den Neubau der Robatech im Industriequartier weiterzog.

Mit dem Umzug in die Räumlichkeiten der Fremo nimmt die EGM einen neuen Meilenstein in ihrer Geschichte und freut sich, zentral im Dorf und nahe am Geschehen «Kirche leben zu dürfen.»

Heinz Strupler, Mitgründer der Evangelischen Gemeinde Bremgarten, wünschte der EGM, dass sie als Kirche in der Region verwurzelt und Licht für die Bevölkerung im Dorf sein darf. Jörg Schori, ehemaliger Gemeindeleiter der EGM, rühmte die erfolgreiche Jugendarbeit und wünschte der Gemeinde Wachstum und scherzhaft möglichst bald zu klein gewordene Räume in der Fremo.

Vertreter der Katholiken und der Reformierten dabei

Thomas Suter, Kirchenpflegepräsident der katholischen Kirche, mit Gattin und Sohn anwesend, begrüsste herzlich und wohlwollend als Vertreter der ältesten Kirche in Muri die jüngste Kirche im Dorf und überreichte als Präsent das neu veröffentlichte Buch «Das Kloster
Muri» und eine Kerze mit Bild des Klosters.
Henry Sturcke und Ehefrau vertraten die örtliche reformierte Landeskirche. Humorvoll überreichte Henry Sturcke eine Palme, die das Psalmwort 92, 13 «der Gerechte wird sprossen wie ein Palmbaum...» symbolisieren sollte, für die zu erstehen er, wie er augenzwinkernd bemerkte, nur allzu gerne in den Libanon gereist wäre.

Mit frischen Anbetungsliedern wurde die Festgemeinde von der Jugendband durch die Lobpreiszeit geführt. Roman Bamert, jetziger Gemeindeleiter der EGM, thematisierte den Slogan «Chile im Dorf», in dem er unterschied: «Ich gehe nicht in die Kirche (Besuch eines Anlasses), sondern aufgrund des Neuen Testamentes bin ich ein Teil der örtlichen Kirche. Das erklärte Ziel der EGM ist, eine Beteiligungskirche zu sein!» «Mut für heute» – soll als Schlüssel für ein gelingendes Leben mit göttlicher Hilfe verstanden sein. – praktisch: wo habe ich heute die Möglichkeit, meinen Nächsten zu ermutigen? «Hoffnung für morgen» – Hoffnung hat im christlichen Glauben Ewigkeitswert. Praktisch angewendet: «Wo wirst du heute zu einem Hoffnungsträger für deinen Nächsten?» Die EGM möchte als «Chile im Dorf» mithelfen, das Beste für das Dorf und die Dorfbevölkerung zu suchen.

Geselligkeit kam nicht zu kurz

Zum Schluss durften die Gastgeber von Vertretern der Evangelischen Gemeinden aus Bremgarten und Wohlen Grüsse und beste Wünsche für ihr weiteres Unterwegssein mit Jesus Christus entgegennehmen. Nachdem die Jugendband den Gottesdienst mit junggeprägter Anbetungsmusik abgerundet hatte, konnte zum kulinarischen Teil des Festtages bergeleitet werden. Alle Gottesdienstbesucher waren zu einem vielfältigen Apéro im umgebauten Dachsaal des Fremo-Gebäudes eingeladen, dem das Angebot gegrillter Würste und ein ausgiebiges Kuchen-Buffet bei schönstem Herbstwetter im Freien folgten. Das Angebot war für jedermann gratis, freiwillige Zuschüsse jedoch kommen vollumfänglich der Stiftung Zeka in Muri zugute.

Die Jungschar «Weisse Falken» hatte ein Büchsenschiessen und ein Wett-Nageln vorbereitet. Ein Wettbewerb und eine Hüpfburg sorgten ebenfalls für grosse Abwechslung bei Gross und Klein. Am frühen Nachmittag trat die Tanzgruppe Roundabout, geleitet von Fabienne Arnold, Jugendarbeiterin der EGM, auf und begeisterte mit ihren Choreographien und ihren Rhythmen alle Festteilnehmer.

Es war ein sehr gelungener Tag der offenen Tür für die EGM, die sich darüber freute, so herzlich als «Chile im Dorf» aufgenommen worden zu sein.

Erschienen im „Der Freischütz“ am 30.09.2011

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